INSTITUT FÜR TRANSFUSIONSMEDIZIN UND IMMUNHÄMATOLOGIE MIT BLUTBANK

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Infos zu zeitlich befristeten oder dauerhaften Rückstellungen von der Blutspende

Es gibt zahlreiche Gründe, die zu einer vorübergehenden oder sogar dauerhaften Rückstellung von einer Blutspende führen können. Typische Gründe für vor­übergehende Sperren sind medizinische Eingriffe, Medikamenteneinnahmen oder Auslandsreisen, vor allem in Gebiete, in denen Stechmücken Malaria oder Viren (z.B. Chickungunya-Virus, Zika-Virus) übertragen können. Die häufigsten Gründe für eine dauerhafte Sperre sind schwerwiegende Erkrankungen. Doch nicht jedes Medikament und nicht jede Auslandsreise führen zu einer Rückstellung von der Blutspende. Nachfolgend haben wir einige Informationen zu diesem Thema für Sie zusammengestellt. Gern beantworten wir auch Ihre Fragen vorab per E-Mail (transmed@ovgu.de) oder Telefon 6713939.

 

Rückstellungsgrund

 

Zeitraum der Rückstellung

Krankschreibung

Dauer der Krankschreibung

Impfung gegen Hepatitis B

4 Wochen

Impfung gegen Cholera, Gelbfieber, Masern, Mumps, Röteln, Typhus (Lebendimpfstoffe)

4 Wochen

Impfung gegen Tollwut nach Kontakt (z.B. Biss)

12 Monate

nach unkomplizierter zahnärztlicher Behandlung ( z.B Zahnreinigung)

1 Tag

nach einem unkompliziertem Infekt ohne Fieber

1 Woche

nach einem kleinen operativen Eingriff, z.B. Zahnziehen mit Naht

4 Wochen

nach Rückkehr aus einem Chikungunya-Endemiegebiet (z.B. La Reunion, Seychellen, Malediven, Mauritius)

2 Wochen

nach Rückkehr aus einem Zika-Virus Endemiegebiet  (z.B. Mittel-, Südamerika)

4 Wochen

nach Abklingen einer fieberhaften Infektion oder Durchfallerkrankungen unklarer Ursache

4 Wochen

nach Erkrankung oder Kontakt mit Patienten mit Infektionskrankheiten

(z.B. Herpes labialis, Herpes zoster [Gürtelrose], Grippe, Masern, Röteln, Scharlach, Windpocken)

4 Wochen

nach intimem Kontakt mit einem wechselnden Intimpartner, „one-night-stand“.

4 Monate

nach intimem Kontakt mit Personen, die einer Gruppe mit erhöhtem Infektions-risiko für Hepatitis B bzw. C oder HIV (AIDS) angehören (heterosexuelle Personen mit sexuellem Risikoverhalten, z.B. Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern; i.v. Drogenabhängige; Häftlinge; weibliche und männliche Prostituierte; Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben, transsexuelle Personen mit sexuellem Risikoverhalten)

4 Monate

nach Ausheilung einer Hepatitis A

4 Monate

während der Haft und nach Haftentlassung

nach Nadelakupunktur (ausgenommen Einmalnadel), nach Durchbohrungen von Haut und Schleimhaut (Piercing) oder Tätowierung

nach dem letzten engen Kontakt innerhalb einer häuslichen Lebensgemein-schaft mit an Hepatitis erkrankten Personen

nach Verabreichung von Blut- oder Plasmaprodukten.

nach einem kontinuierlichen Aufenthalt von länger als 6 Monaten in einem Gebiet mit vergleichsweise starker Ausbreitung von HBV-, HCV-, HIV- oder HTLV-1/-2-Infektionen

nach größeren Operationen und/oder Transplantationen

nach endoskopischen Untersuchungen, Biopsien, Katheteranwendungen

nach Haut- oder Schleimhautkontakt mit durch Blut kontaminierten scharfen Gegenständen

4 Monate

nach Besuch von Malaria-Gebieten

nach Abklingen der Symptome einer Toxoplasmose

bei Frauen: Während und nach einer Schwangerschaft bzw. bis zum Abstillen

6 Monate

nach Verabreichung von Sera tierischen Ursprungs

1 Jahr

nach Ausheilung von Q-Fieber, rheumatischem Fieber (Gelenkrheumatismus).

bei Typhus, Paratyphus (Salmonellose), Tuberkulose bitte Abschluss-Befund mitbringen!

2 Jahre

 

 

Medikament

 

Zeitraum der Rückstellung

z.B. Allergiemittel (außer Cortison iv), manche Asthmamittel, Blutdruckmittel, Kontrazeptiva („die Pille“), L-Thyroxin (Schilddrüsenhormonpräparat), Hustenmittel, Schleimlöser, viele Magenmittel, viele pflanzliche Arzneimittel

 Keine Rückstellung, Spende möglich.

z.B. Antibiotika, Psychopharmaka, starke Schmerzmittel

Rückstellung 4 Wochen oder mehr

 

 

Dauerhafter Ausschluss

bei Personen mit schweren neurologischen Erkrankungen, Herz- und Gefäßkrankheiten. Bei Personen, die an bös­artigen Erkrankungen leiden oder litten (außer in-situ-Karzinom od. Basalzellkarzinom nach völliger Entfernung)

bei Personen, die mit dem HIV, HCV oder HTLV-I/II Virus infiziert sind

bei Personen, die sich im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland im Zeit­raum von 1980 - 1996 (auch in der Summe mehrerer Aufenthalte) länger als 6 Monate aufgehalten haben oder dort nach dem 01.01.1980 operiert worden sind oder dort Transfusionen erhalten haben

bei Personen mit einer Creuzfeldt-Jakob-Erkrankung (CJE), einer neuen Variante der CJE (nvCJE) oder mit einer anderen spongiformen Enzephalopathie (BSE/TSE, auch Verwandte, auch Verdachtsfälle)

bei Personen, die an chronisch persistierenden bakteriellen Infektionen leiden wie z.B. Syphilis, Lepra, Fleckfieber und andere Rickettsiosen, Rückfallfieber, Tularämie, Melioidose, Brucellose u.a.

bei Personen, die an chronisch persistierenden Protozoonosen leiden wie z.B. Babesiose, Trypanosomiasis (Chagas-Krankheit), Leishmaniose

nach Behandlung mit Dura Mater- bzw. Kornea- oder Xenotransplantaten. Nach Behandlung mit aus menschlichen Hypophysen gewonnenen Hormonen

bei Drogenkonsumenten (insbesondere i.v. Drogenkonsum) oder bei Personen, die Medikamente und/oder Alkohol missbräuchlich zu sich nehmen  (auch Verdachtsfälle).

nach medizinisch dokumentierter Heilung von Malaria und bei Personen, die in Malariaendemiegebieten geboren oder aufgewachsen sind oder die sich dort kontinuierlich über mehr als 6 Monate aufgehalten haben

nach einer Hepatitis B oder C

Diabetes mellitus bei Behandlung über Injektionen, z.B. von Insulin

Personen, die einer Gruppe mit erhöhtem Infektionsrisiko für Hepatitis B bzw. C oder HIV (AIDS) angehören (heterosexuelle Personen mit sexuellem Risikoverhalten, z.B. Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern; i.v. Drogenabhängige; weibliche und männliche Prostituierte; Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben, transsexuelle Personen mit sexuellem Risikoverhalten)

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Mein Freund der Baum


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Eine neue Fotoausstellung mit dem Titel "Mein Freund der Baum!" ist ab sofort in der Uni-Blutbank zu sehen.

Die Hobbyfotografen des Arbeitskreises Fotografie zeigen in ihrer Ausstellung die Schönheit und den Charakter der Bäume, egal, ob junger Setzling oder knorrige Eiche. Im zarten Frühjahrsgrün, in voller Blütenpracht, als Schattenspender im heißen Sommer, im bunten Herbstlaub, im Novembernebel oder im wundervollem Rauhreif - Bäume beindrucken den aufmerksamen Betrachter immer wieder. In Zeiten des Klimawandels und der Brandrodungen -  nicht nur in Brasilien - verdienen die Bäume unsere Aufmerksamkeit - also einfach vorbeikommen und anschauen. Die Foto-Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Uni-Blutbank besichtigt werden. 

 

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Am Samstag, 2. November 2019, von 09.00 bis 14.00 Uhr

Am Samstag, 2. November 2019, öffnet die Uni-Blutbank  von 09.00 bis 14.00 Uhr. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Spender werben Spender

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Vampir-Tassen als Dankeschön

Fröhliche Vampirtassen gehören bei den Blutspenderinnen und Blutspendern der Magdeburger Uni-Blutbank zu begehrten Sammelobjekten. Anlass genug für den Blutspendeförderverein Magdeburg, immer mal wieder eine neue Tasse zu kreieren.

Seit mehreren Jahren bedankt sich der Förderverein im Rahmen der Aktion „Spender werben Spender“ für einen neu geworbenen Erstspender beim „Werber“ mit einer Vampir-Tasse.  Ab sofort gibt es Modell Nr. 10, eine schicke rote Blutsschwester-Tasse oder eine weiße Blutsbruder-Tasse mit unserem Vampir-Maskottchen. Doch um eine der Tassen zu erhalten, muss ein Neuspender zur Blutspende überredet werden. Nicht einfach?  Wir sind anderer Meinung: „Einfach mal nachfragen im Bekanntenkreis lohnt sich. Das Angebot, gemeinsam zur Blutspende zu gehen, wird nach unserer Erfahrung oft und gern angenommen.“ Unsere Empfehlung: „Fragen Sie im Familien- und Bekanntenkreis doch einfach mal nach; vielleicht kennen Sie jemanden, dem bisher der Mut zum lebensrettenden Aderlass fehlte und der sich über Ihre Begleitung freuen würde.

Teilnahmescheine für die Aktion „Spender werben Spender“ sowie alle Informationen sind bei der Anmeldung zur Blutspende bzw. unter der Telefonnummer 671 3939 erhältlich.

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Öffnungszeiten für Mitarbeiter

Die Blutbank öffnet jeden Montag von 13.00 bis 14.00 Uhr ausschließlich für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsklinik sowie der Med. Fakultät.

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Uni-Blutbank-Magdeburg-App

 Uns gibt es jetzt auch als Smartphone-App!

Einfach im App-Store nach Uni-Blutbank-Magdeburg suchen oder den QR-Code verwenden!

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Änderung der Aufwandspauschale

Ab sofort erhöht sich die Aufwandspauschale für die Vollblutspende auf 20 € ab der 2. Spende!

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Regelmäßiges Blutspenden senkt den Blutdruck

Die Carstens-Stiftung aus Essen und die Berliner Charité konnten in einer gemeinsamen Studie zeigen: Regelmäßiges Blutspenden senkt den Blutdruck von Hypertonie-Patienten deutlich und nachhaltig.
Eine Forschergruppe beobachtete insgesamt 292 Erst-Blutspender über einen Zeitraum von jeweils einem Jahr. Je mehr Blutspenden die Probanden geleistet hatten, desto größer fiel die Blutdrucksenkung aus. Bei Probanden, die volle viermal pro Jahr zum Blutspenden gingen, konnten die Blutdruck-Werte sehr ausgeprägt gesenkt werden.

Presseinformation der Carstens-Stiftung

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Letzte Änderung: 15.08.2019 - Ansprechpartner:

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